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  • 6. Okt. 2012

    Die französische Schriftstellerin Julie Récamièr entdeckte im 18. Jahrhundert als Erste den Reiz eines ganz besonderen Möbelstücks. Ihr verdankt die Récamiere, eine Kombination aus Sessel, Liege und Sofa, ihren Namen. Ebenso wie die Chaiselongue ist das besondere Möbelstück auch heute noch bestens geeeignet, um einen sowohl individuellen wie auch eleganten Einrichtungsstil im Wohnzimmer zu kreieren.

    Entspannen mit Stil und Tradition

    Ursprünglich wurde ein Sofa ohne Rückenlehne aber mit zwei gleich hohen Armlehnen als Récamiere bezeichnet. Besonders en vogue war sie im 18. und 19. Jahrhundert als Teil des Salons. Damen und Herren von Welt empfingen ihre Gäste gerne darauf liegend. Denn wer sich tagsüber ausruhen konnte, war hoch angesehen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts tauchte auch der Begriff Chaiselongue auf. Der lange Stuhl war ein niedriges, verlängertes Sofa, oft mit geschwungener Rückenlehne, das zum Ausstrecken und Hochlegen der Beine diente.

    Die Wiederentdeckung der Récamiere

    Der Schweizer Architekt Le Corbusier erweckte die aus der Mode gekommene Récamiere in den 20er-Jahren zu neuem Leben. Sein betont schlichter, strenger Entwurf mit dem typischen Stahlrohrgestell markierte den Beginn einer neuen Ära. Viele andere Designer ließen sich in der Folgezeit von seinem Modell inspirieren und schufen neue Varianten.

    Récamiere und Chaiselongue als moderne Relaxmöbel

    Heute gibt es die Récamiere und die Chaiselongue in allen erdenklichen Formen und Materialien. Fast alle großen Möbelhersteller bieten sie in ihrem Sortiment an. Ob klassisch-edel als knautschiger Clubsessel, pompös gepolstert oder schlicht und aus Kunststoff, als Einzelstück oder als Teil einer Sofalandschaft – sie passen sich jedem Einrichtungsstil an und sind die perfekten Begleiter für Wohnzimmer mit eher kleineren Ausmaßen. Eines haben alle Modelle gemeinsam: Auf ihnen lässt es sich herrlich entspannen und kuscheln – und das auch tagsüber.

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