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  • 11. Okt. 2012

    Mit dem Herbst beginnt auch die Heizperiode. Da die Wärmeenergie den größten Teil der gesamten Energiekosten ausmacht, lässt sich durch richtiges Heizen schnell und ohne großen Aufwand bares Geld sparen. Ein paar einfache Regeln helfen, den Heizkostenverbrauch deutlich zu reduzieren.

    Vorsicht vor kalten Wänden

    Für die meisten Menschen wird eine Temperatur zwischen 19°C und 22°C bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 60 Prozent als behaglich empfunden. Allerdings hängt das Wohlfühlen auch immer vom individuellem Empfinden, der jeweiligen körperlichen Aktivität und der Kleidung ab. Eine weitere Rolle für die wahrgenommene Temperatur spielt auch die Wärme der umgebenden Wandoberflächen. Je kälter die Wände sind, desto höher muss die Raumtemperatur sein, damit ein Zimmer immer noch gemütlich bleibt. Grundsätzlich gilt es deshalb, ein Auskühlen der Wände zu vermeiden. Deswegen sollten auch Räume, die über längere Zeit nicht genutzt werden, nie ganz auskühlen. Es ist langfristig günstiger eine relativ niedrige Temperatur zu halten, als den gesamten Raum und besonders die Wände immer wieder neu aufzuheizen.

    Speziell das Wohnzimmer sollte nicht überheizt werden. In der Regel reicht eine Temperatur von 20°C bis 21°C völlig aus. Dabei hilft auch eine der Jahreszeit angepasste Kleidung. Tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, kann die Temperatur selbstverständlich noch weiter abgesenkt werden. Als Faustregel gilt, dass 1°C Temperaturunterschied 6 Prozent beim Verbrauch von Heizenergie ausmacht. Bei einem Absenken der Zimmertemperatur von 24°C auf 19°C lässt sich also rund ein Drittel der Heizkosten sparen. Bei den Thermostatventilen entspricht die mittlere Einstellung 20°C, bei einem fünfstufigen Thermostat entspricht jede weitere Stufe einem Temperaturanstieg von 4°C. Programmierbare Thermostate sind leicht auswechselbar und beheizen die Räume nur bei Bedarf.

    Heizkörper freiräumen

    Um die Heizkörper effektiv nutzen zu können, sollten diese unbedingt frei stehen. Das Abdecken durch Verkleidungen, Vorhänge, Gardinen oder das Verstellen mit Möbeln gilt es deshalb, unbedingt zu vermeiden. Um einem Wärmeverlust über die Wand entgegenzuwirken, kann hinter dem Heizkörper zusätzlich eine Isolationsschicht aus Styropor und Aluminium angebracht werden. Das reflektiert die Wärme und erhöht die Effizienz der Heizung. Heizkörper sollten vor der Inbetriebnahme gut entlüftet sein. Gluckernde, schlecht entlüftete Heizkörper sind ineffektiv und werden schnell zur Kostenfalle.

    Ebenfalls vor Beginn der Heizperiode sollte noch einmal überprüft werden, ob Fenster und Türen richtig abgedichtet sind. Ist das nicht der Fall, kann mit Schaumstoffdichtungsband günstig Abhilfe geschaffen werden. Wichtig für ein gutes Raumklima ist richtiges Lüften. Besonders im Wohnzimmer, wo sich viele Menschen über einen längeren Zeitraum aufhalten, sollte drei bis vier Mal täglich gelüftet werden. Kurzes Stoßlüften ist lange angekippten Fenstern unbedingt vorzuziehen. Durch ein Ankippen der Fenster findet kaum ein Luftaustausch statt, stattdessen kühlt die angrenzende Wand aus.

    Richtig lüften spart Heizkosten

    Beim Lüften sollte man daran denken, die Heizkörper auf Frostschutzstufe zu stellen, da diese sonst durch die einströmende Luft aktiviert werden und sprichwörtlich zum Fenster hinaus geheizt wird. Türen zu weniger beheizten Räumen, wie zum Beispiel zwischen Wohnzimmer und Flur sollten geschlossen gehalten werden. Statt der erwünschten Wärme gelangt nämlich vor allem Luftfeuchtigkeit in den kälteren Raum, wo diese kondensiert und zu Schimmelbildung führen kann.

    Die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit lässt sich leicht mit einem handelsüblichen Thermo-Hygrometer (einem Thermometer mit Luftfeuchtigkeitsmessgerät) überprüfen. Bei einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent sollte unbedingt gelüftet werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Sollten im Wohnzimmer Rollläden vorhanden sein, empfiehlt es sich, diese in der Nacht herunterzulassen. So kann der Wärmeverlust über die Fenster um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Gänzlich verzichtet werden sollte auf den Einsatz von Heizgebläsen oder Ölradiatoren. Der Einsatz von Elektroenergie zur Wärmegewinnung ist ineffizient und äußerst teuer.

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