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  • 21. Jul. 2013

    Stoff ist nicht gleich Stoff – dies gilt nicht nur bei der Bekleidung, sondern auch bei Heimtextilien, die das Wohnzimmer in Form von Bezugstoffen, Kissenhüllen oder Vorhängen verschönern. Wer den eigenen vier Wänden einen neuen Look verpassen möchte, sollte beachten, dass nicht jede Stoffart für jeden Verwendungszweck geeignet ist. Je nach Herstellung bieten manche mehr, manche weniger Festigkeit und unterscheiden sich so auch in ihrer Haltbarkeit deutlich voneinander.

    Vier Kategorien von Stoffarten

    Die Hersteller gliedern Möbelstoffe in vier Kategorien, die sich nach Art der Herstellung richten. Je nachdem, ob die Fäden gewebt, verschlungen oder beflockt werden, ergeben sich unterschiedliche textile Materialien, die jeweils prädestiniert für eine bestimmte Verwendung sind.

    1. Gewebte Stoffe

    Bei gewebten Stoffen überkreuzt sich der Längsfaden (Kette) mit dem Querfaden (Schuss). Man spricht von verstärktem Gewebe, wenn mehrere Fäden für Kette und Schuss verwendet werden. Unter die gewebten Stoffe fallen auch Flor- und Polgewebe, die eine Sonderform bilden. Typische Florgewebe aus der Möbelindustrie sind gewebte Teppiche, samtige und gewebte Möbelstoffe, wie Velours oder Kissenbezüge.

    Eine besondere Variante der gewebten Textilien stellen Brokat-Stoffe dar, bei dem meist mehrfarbige Muster eingewebt sind. Brokat eignet sich insbesondere für die Restaurierung antiker Möbel oder setzt bei einzelnen Polstermöbeln Akzente. Wer es lieber samtig und strapazierfähig mag, der findet bei Chenille, einem Flachgewebe aus Raupengarn, das Richtige für seine Vorhänge und Möbel. Einen Hauch von Glanz kann man mit Chintz, einem Baumwoll- Polyestergemisch, in sein Wohnzimmer bringen. Damast, edel und teuer, ein Flachgewebe mit eingewobenen Mustern, hervorragend für Tisch- und Bettwäsche.

    2. Gewirkte Stoffe

    Bei dieser Art handelt es sich um maschinell verschlungene Maschen. Es gibt zwei Arten davon die Kulierwirkware und die Kettenwirkware. Der größte Unterschied zu gewebten Stoffen liegt in ihrer Dehnbarkeit, Beispiele von gewirkten Stoffen bei Heimtextilien sind der Kettsamt mit kurzen Schlingen und Plüsch mit langen Schlingen, die zum Beispiel für Teppiche oder Kissen verwendet werden.

    3. Beflockte Stoffe

    Durch die Fixierung von Fasern auf einen Trägerstoff entstehen beflockte Stoffe, die ein samtiges, wildlederartiges Aussehen besitzen. Diese Stoffart zeichnet sich durch hohe Strapazierfähigkeit aus. Beflockte Stoffe sind deshalb sehr gut geeignet als Möbelstoff, beispielsweise auch als Bezug für Stühle oder Sofa, die durch Reibung stark beansprucht werden. Auch lichtundurchlässige Vorhänge können aus diesem Material gefertigt werden und sorgen in entsprechender Ausführung darüber hinaus für eine gewisse Wärmedämmung. Eine spezielle Pflegeanleitung ist zu beachten.

    4. Mikrofaser-Vlies

    Vlies aus Mikrofasern gleichen den beflockten Stoffen, sind aber nicht nur belastbar, sondern auch pflegeleicht und dabei trotzdem atmungsaktiv. Gefertigt wird dieses textile Material aus feinen Polyester-, Nylon-, Acryl- oder Zellulose-Fasern. Wohnlandschaften, Sofas oder Gardinen können so nach individuellem Anspruch bezogen werden. Ein günstiger Preis und eine große Designauswahl sprechen beim Einrichten ebenfalls für unkompliziertes Mikrofaser-Vlies.

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